Denglisch = Anglizismen, englische Wörter in der deutschen Sprache

Eigent­lich ist die deut­sche Spra­che eine schöne Spra­che, die in ihrer viel­fäl­ti­gen Aus­drucks­mög­lich­keit ihres­glei­chen sucht.

Viel­leicht liegt es an der Glo­ba­li­sie­rung, viel­leicht aber auch daran, dass wir allzu leicht ein­fach Begriffe ande­rer Spra­chen, hier Eng­lisch, in unsere Spra­che über­neh­men und unsere wun­der­schö­nen und häu­fig auch tref­fen­de­ren Wör­ter verdrängen.

Warum ver­zich­ten wir auf eine Spra­che, die wir ver­ste­hen und mit der wir uns — wei­test­ge­hend miss­ver­ständ­nis­frei — ver­stän­di­gen kön­nen und nut­zen deng­li­sche Begriffe, die die meis­ten Men­schen nicht mit Inhal­ten fül­len kön­nen — selbst die nicht, die sie ver­wen­den und verbreiten.

Bei­spiele:
Wis­sen Sie zum Bei­spiel was fol­gende Begriffe äußern:

  • Acces­si­bi­lity = Ver­füg­bar­keit bzw. Zugänglichkeit.
  • Assessment-Center = Ausbildungs-, Prüf– oder Testcenter.
  • Fol­der = Falt­bro­schüre, Prospekt.
  • Launch = Start, Markt­ein­füh­rung von Produkten.
  • Mer­chan­di­sing = Ver­mark­ten von Produkten.
  • Non-profit = Nicht auf Gewinn abzielend.
  • Out­sour­cing = Aus­la­ge­rung von Betriebsfunktionen.
  • Work-Out = Trai­ning.

Gedicht
Ein klei­nes Gedicht in Deng­lisch, dass ich im Netz gefun­den habe und des­sen Ver­fas­ser unbe­kannt ist.

Ein Stück­chen Inden­ti­tät,
wert­vol­les Erbe geht uns ver­lo­ren,
die schöne deut­sche Spra­che
für uns als Kul­tur­schatz auserkoren.

Meine Freun­din ist mega happy,
ich kann sie sehr gut ver­ste­hen
weil sie auf einem hip­pen Event
einen coo­len Mann gesehen.

Sie kaufte sich per Call-by-Call
am Service-Point der Bahn
ein Tiket für den Euro­Nigth–Express,
es war der erste Date mit die­sem Mann.

Er hat ein Auto mit Head-Up-Display,
Common-Rail–Ein­spritz­sys­tem
auch mit Dyna­mic Drive,
das wollte sie unbe­dingt sehn.

Immer mehr Eng­lisch schleicht sich
in unsere deut­sche Spra­che ein.
Und alle machen mit: Wer­be­agen­tu­ren,
Fir­men, Medien, Behör­den — muss das sein?

Welt­ge­wandt sagt man, soll es klin­gen,
eine moderne und kom­pe­tente Sache,
ist es nicht Imponier-Gefasel,
Wort­hül­sen für die eigene Muttersprache?

Natür­lich muss Spra­che leben­dig blei­ben,
um viele eng­li­sche Begriffe kom­men wir nicht rum,
aber dass man ohne Fremdsprachen-Kenntnisse
nicht mehr ein­kau­fen kann, ist wirk­lich dumm.

Wirkt denn die Anti-Aging-Solution bes­ser
als eine ein­fa­che Anti-Falten-Crem,
bringt ein Power-Snack mehr Ener­gie
als ein Müsli-Riegel? Ist das zu verstehn?

Lasst uns die deut­sche Spra­che
die wir an unsere Kin­der wei­ter­ge­ben,
hört auf schlud­rig damit umzu­ge­hen
wir kön­nen auch ohne “Deng­lisch” leben.

Mei­nun­gen, Kaba­rett und Musi­ka­li­sches zum Thema “Deng­lisch“
Auch unsere Kaba­ret­tis­ten sind hier nicht untä­tig, wie fol­gende Film­chen zei­gen, die über die Platt­form youtube zur Ver­fü­gung gestellt werden:

Grün­wald
Schön­hei­ten der deut­schen Sprache

Ver­ein Deut­sche Spra­che e.V
Der Klü­gere spricht Deng­lisch

Ver­ein Deut­sche Spra­che e.V
Sprachs­tuss bei Behör­den

Wise Guys
Deng­lisch

Links

Deng­lisch für Anfänger

Ver­ein Deut­sche Spra­che e.V.

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5 Responses to Denglisch = Anglizismen, englische Wörter in der deutschen Sprache

  1. Hans Peter on 8. Juni 2009 at 09:03

    ist guuut =)

  2. Elmar Fischer on 14. Januar 2010 at 21:55

    Zwei Deut­sche tref­fen sich in England

    A: Hello, Sir! How goes it you?

    B: Oh, thank you for the afterquestion.

    A: Are your alre­ady long here?

    B: No, first a pair days. I’m not out London.

    A: Thun­der­wea­t­her, that over­rus­hes me, you see not so out.

    B: That can yes befo­re­come. But now what other: my hairs stood to moun­tains as I the traf­fic saw. So much cars gives it here.

    A: You are heavy on the wood­way if you believe that in Lon­don hor­sed­ro­ve­works go.

    B: Will we now drink a beer? My throat is out­dried. But look, there is a guest­house, let us there man go!

    A: That is a good idea. Equal goes it loose, I will only my shoeband close.

    B: Here we are. Make me please the door open.

    A: But there is a beforehan­ging­castle, the eco­nomy is to. How sorry! Then I will go back to the hotel, it is alre­ady retard. On againsee!

    B: Oh, yes, I will too go. I must become my draught to Bris­tol. Auf Wiedersehen!

    A: Nanu, sie sind Deutscher?

    B: Ja, sie auch? Das wun­dert mich aber. Ihr Eng­lisch ist so her­vor­ra­gend, dass ich es gar nicht bemerkt hätte.

  3. Thomas F. Guthörle on 17. Januar 2010 at 22:05

    Ich finde es grau­en­haft und ent­setz­lich, wie unsere schöne, wort­rei­che, aus­drucks­starke deut­sche Spra­che immer mehr dezi­miert, zer­stört und ver­hunzt wird!
    Bei­spiele:
    „Han­di­cap“ – statt Behinderung/ Ein­schrän­kung !
    „Hi“ – statt Hallo/ Guten Tag !
    „Kids“ – statt Kin­der !
    „Flyer“ – statt Faltblatt/ Infor­ma­ti­ons­blatt !
    „Lifecouch“ — statt Lebens­trai­ner / Lebens­wart !
    „Block­bus­ter“ – statt Stra­ßen­fe­ger !
    „Sale“ – statt Schlußverkauf/Räumungsverkauf !
    „State­ment“ – statt Aussage/Wortmeldung !
    „Sale“ – statt Schlußverkauf/Ausverkauf !
    „Shop­pen“ – statt ein­kau­fen !
    „Top­pen“ – statt übertreffen/ stei­gern
    „Job-Center“ – statt Arbeits­amt
    „Outen“ – statt bekennen/offenbaren
    „Crash“ – statt Unfall, Zusam­men­prall, Zusam­men­stoß
    „Merry X-mas“ – statt frohe Weih­nach­ten, fro­hes Fest
    „Cof­fee to go“ – anstatt Kaf­fee zum Mit­neh­men
    „Job“ – statt Arbeit, Arbeits­platz, Arbeits­stelle u.s.w.
    Wir ver­ler­nen immer mehr, UNSERE Spra­che zu benut­zen und ver­wen­den statt­des­sen unnütze, unsin­nige ame­ri­ka­ni­sche Worte, wor­über die Amis sich öffen­tich lus­tig machen
    (Zitat Los Ange­les Time, April 2001: „Das ist eine sprach­li­che Unter­wür­fig­keit der Deut­schen über wel­che wir nur lächeln können…“).

    Ja, dies ist eine unheil­volle, schlei­chende Zer­set­zung, Zer­stö­rung und Ver­hun­zung unse­rer Mut­ter­spra­che! Die deut­sche Spra­che ist ein Kul­tur­gut, wel­ches wir erhal­ten, schüt­zen und bewah­ren müssen!

    Unsere gute, sta­bile deut­sche Wäh­rung, die Deut­sche Mark wurde uns von der Regie­rung genom­men, ohne daß wir je gefragt wur­den! Daß nun unsere schöne, aus­drucks­starke und rei­che Mut­ter­spra­che erhal­ten und bewahrt bleibt, das liegt an JEDEM von uns selbst!

    Bereits 1943 kün­dig­ten die Amis an, nach dem Krieg unse­rer Spra­che die Ursprüng­lich­keit zu neh­men, sie zu ver­fäl­schen und sie zu ame­ri­ka­ni­sie­ren – wol­len wir ihnen die­sen Gefal­len jetzt sogar frei­wil­lig tun…? Ich sage: NEIN!!!

    Tho­mas F. Guthörle

    N.S.
    “Deng­lisch” — das ist der schlei­chen­den Tod der deut­schen Spra­che ! Der Klü­gere spricht deutsch !

  4. Elmar Fischer on 30. Januar 2010 at 21:19

    Bina uf die Umset­zung gespannt:

    Schluss mit “Meetings“Ramsauer ver­bie­tet Deng­lisch
    http://www.n-tv.de/politik/Ramsauer-verbietet-Denglisch-article704391.html

  5. Günther Hager on 3. Februar 2010 at 15:52

    Gefällt mir außer­or­dent­lich gut, dem ist nichts hin­zu­zu­fü­gen, auf den Punkt gebracht!

    Neuös­ter­rei­chi­scher Dia­log:
    Come on, gemma zum Mackie,mandschare?
    Na, da crashts aso von de Youngsters!

    Liebe Grüße Günther

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