Discounter

Stel­len Sie sich vor:
Sie haben mor­gens einen Brief von einem gro­ßen Dis­coun­ter im Brief­kas­ten. Daran wer­den Sie gebe­ten, in der kom­men­den Woche an einem Ein­stel­lungs­ge­spräch teil­zu­neh­men, weil Sie Discounter-Kunde sind.

* Gibt‘s nicht?
* Stimmt!
* Gibt‘s nicht beim Discounter!

Stel­len Sie sich vor:
In der Firma in der Sie arbei­ten soll ein Ham­mer ange­schafft wer­den, weil Sie die­sen unbe­dingt benö­ti­gen, um ein Werk­stück fer­tig­zu­stel­len. Der Chef beruft eine Kom­mis­sion ein, die besteht aus eini­gen Eltern der Lehr­linge und eini­gen Eltern der Mit­ar­bei­ter. Diese, zah­len­mä­ßig im glei­chen Ver­hält­nis besetzte Kom­mis­sion, ent­schei­det nun, wel­cher Ham­mer gekauft wird. Es ver­steht sich, dass der Chef keine Stimme hat, son­dern nur bei Stim­men­gleich­heit mit­stim­men darf.

* Gibt‘s nicht?
* Stimmt!
* Gibt‘s nicht in die­ser Firma!

Stel­len Sie sich vor:
Sie arbei­ten in der Küche und die Küchen­ma­schine geht im ent­schei­den­den Moment kaputt. Da Sie die Ein­la­dung nicht mehr absa­gen kön­nen und diese Küchen­ma­schine dau­ernd benö­ti­gen, sehen Sie sich nach einer neuen Küchen­ma­schine um. Sie fin­den ein Maschine, die Ihren Anfor­de­run­gen ent­spricht und in ihrer Leis­tungs­fä­hig­keit bes­ser ist als die alte Maschine. Der Preis ist sogar noch etwas güns­ti­ger. Sie sagen dem Ver­käu­fer, dass Sie die Maschine kau­fen möch­ten. Der Ver­käu­fer ruft einen Bekann­ten an und die­ser sagt, dass Sie die Maschine nicht erhal­ten, obwohl Sie sie drin­gend benötigen.

* Gibt‘s nicht?
* Stimmt!
* Gibt‘s nicht in die­sem Laden!

Aber, in der Schule gibt es all das!

Stel­len Sie sich vor:
Es soll über eine Aus­schrei­bung ein neuer Leh­rer ein­ge­stellt wer­den, so tritt eine Kom­mis­sion zusam­men, die in der Regel aus dem Schul­lei­ter, der Gleich­stel­lungs­be­auf­trag­ten, dem Per­so­nal­rat, der Schul­auf­sicht und einem Eltern­teil der Schul­kon­fe­renz besteht.

Diese Kom­mis­sion ent­schei­det dann, wel­cher Bewer­ber ein­ge­stellt wird.

* Das ent­schei­det nicht die Schulleitung!

Stel­len Sie sich vor:
Eine Schule möchte ein neues Schul­buch ein­füh­ren. Dann tritt eine Kom­mis­sion aus der glei­chen Anzahl von Eltern und Leh­rern zusam­men. Diese Kom­mis­sion stimmt dann ab, wel­ches Schul­buch dem­nächst ange­schafft wird.

* Die Schul­lei­tung stimmt dabei nicht mit, son­der lei­tet nur die Sit­zung. Stimm­be­rech­tigt ist die Schul­lei­tung nur bei Stim­men­gleich­heit.

Stel­len Sie sich vor:

Ein Gerät, das jah­re­lang inten­siv in der Schule ein­ge­setzt wor­den ist, ist defekt und muss ersetzt wer­den. Die Schul­lei­tung bean­tragt das Gerät. Der Sach­be­ar­bei­ter teilt der Schul­lei­tung mit, dass das Gerät nicht beschafft wer­den würde, da es für die Schul­form nicht vor­ge­se­hen sei.

* Die Schul­lei­tung ent­schei­det auch hier nicht.

Ver­ste­hen Sie nun, warum ein gro­ßer Dis­coun­ter Markt­füh­rer in Deutsch­land ist?

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