Geschachere um das Amt des Bundespräsidenten!

Nun ist er zurück­ge­tre­ten, unser Bun­des­prä­si­dent Wulff.

Die Suche nach einem neuen Kan­di­da­ten geht los. Es soll ein Kan­di­dat sein, mit dem alle Par­teien leben können.

Ein gro­ßer Anspruch. Schaf­fen die Poli­ti­ker wirk­lich, sich dar­auf zu einigen?

„Nein!“, war mein ers­ter Gedanke, und wie es aus­sieht, bestä­tigt sich die­ser Gedanke doch sehr schnell.

„Gauck!“, rufen die einen.
„Nein!“, die anderen.

Schon geht das Gescha­chere wie­der los.
Bedin­gun­gen wer­den gestellt, „Was-Wäre-Wenn-Szenarien“ wer­den her­auf­be­schwo­ren und im Grunde wird die Suche für das Amt des Bun­des­prä­si­den­ten genauso fort­ge­setzt, wie es immer war.

Part­ei­en­dün­kel steht im Vordergrund!

Verges­sen, dass man einen gemein­sa­men Kan­di­da­ten suchen wollte.
So schnell kann man Chan­cen ver­tun und im glei­chen Zug für noch mehr Poli­tik­ver­dros­sen­heit sorgen.

Als mora­li­sche Instanz hat der letzte Bun­des­prä­si­dent ver­sagt, Gesetze oder Unstim­mig­kei­ten über Gesetze wer­den in der Regel über das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt geregelt.

Stellt sich mir die Frage, wofür brau­chen wir eigent­lich einen Bundespräsidenten?

Mir fällt kein wirk­li­cher Grund ein!

Warum also sollte das Amt gar neu besetzt wer­den?
Schloss Bel­le­vue könnte ver­kauft und das gesparte Geld für Schloss und Amt in die Bil­dung fließen.

Denn viel Geld ist nur für Ban­ken und / oder Poli­ti­ker­diä­ten vorhanden.

Apro­pos, wenn man nach zwei Jah­ren Amts­zeit lebens­läng­lich einen Betrag von 199.000 Euro, plus Büro, plus Chauf­feur, plus Dienst­wa­gen erhält, fin­den ich das schon sehr überzogen.

Aus mei­ner Sicht ist Herr Wulff auch nicht aus poli­ti­schen Grün­den abge­tre­ten, des­halb schließe ich mich hier dem Zwi­schen­ruf von Wal­ter Scheel an, der Herrn Wullf auf­ge­for­dert hat, auf sei­nen Ehren­sold zu verzichten.

Zwei­er­lei Maß wird hier ange­legt, wenn man an den klei­nen Beam­ten denkt, der eine Kino­karte ange­nom­men hat und dis­zi­pli­nar­recht­lich belangt wird, die Ver­käu­fe­rin, die etwas aus dem Abfall mit­nimmt und der gekün­digt wird.

Aber, ich weiß es ja, ich ver­stehe die Zusam­men­hänge nicht. Schade nur, dass sie mir kei­ner erklä­ren kann.

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