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Kölner Fahrradsternfahrt 2010

Gepostet in Fahrrad, Köln, Nachdenkliches, Politik, Standpunkt, und wasmirindensinnkommt

Heute findet die 3. Kölner Fahrradsternfahrt statt, an der ich wohl auch teilnehmen werde. Nicht, weil ich unbedingt hinter den Zielen stehe, die dort aufgezeigt werden, sondern weil ich denke, dass ein Umdenken im Umgang zwischen Rad- und Autofahrern und in der Kölner Verkehrsplanung dringend erforderlich.

Deshalb wäre es wünschenswert, wenn auch Sie an dieser Fahrradsternfahrt teilnehmen würden!

Ziele

So bin ich allerdings grundsätzlich dagegen, dass es mehr Radwege geben soll, denn diese sind potenziell Unfallschwerpunkte, die in der Regel zulasten der Radfahrer zu verbuchen sind.

Da ich selber schon unter einem Auto gelegen habe, weil der Fahrer mir beim Abbiegen die Vorfahrt genommen hat, weil er plötzlich Gas gab und sein Fahrzeug vor einem anderen einfädeln wollte.  Er hat mich dabei übersehen, obwohl ich vorschriftsmäßig und vorsichtig gefahren bin, erwischte er mich auf einem Zebrastreifen. Erschwerende kam hinzu, dass der Radweg auf der „falschen“ Seite der Straße verlief und so dem Autofahrer ein mehr an Aufmerksamkeit und Konzentration abforderte.

Iststand

Ich möchte das hier auch nicht weiter ausführen, sondern auf andere Webseiten verweisen, die gerade dieses Problem und / oder einen Unfallbericht anschaulich darstellen.

Ganz schön Kühn

Bericht eines Betroffenen: Radfahreralltag

Verkehrsplanung und Hetze

Wie wichtig eine geänderte Verkehrsplanung ist, haben die Parteien bei den Koalitionsverhandlungen im entsprechenden Vertrag festgeschrieben. Köln soll fahrradfreundlicher werden.

Von der Erkenntnis bis zur Umsetzung ist es meist ein weiter Weg, der, da es so viele andere wichtige Dinge zu erledigen gibt, erst mal warten kann.

In der Zwischenzeit wird von entsprechender Seite gegen den Öffentlichen Personennahverkehr von der so unabhängigen Presse ordentlich Lobbyarbeit betrieben, um dem Autoverkehr in Köln einen anderen Stellenwert zu geben und auf jeden Fall für eine freie Fahrt für Autos zu sorgen.

Nahverkehr, Fußgänger und auch Radfahrer sollen dabei auf der Strecke bleiben.

Verkehrspolitische Hetze Express

Verkehrsführung

Die Verkehrsführung in Köln ist, so behaupte ich nun und werde es auch gleich belegen, auf den Autoverkehr abgestimmt.

So ist zum Beispiel die Verkehrsführung zur Einfahrt in das Parkhaus am Rheinauhafen, hinter der Schönhauserstraße nach Unterquerung der Eisenbahnbrücke, dahin gehend geändert worden, dass Radfahrer hier nun die Vorfahrt achten müssen, um den ein- und ausfahrenden Parkhausbesuchern die Zufahrt zu erleichtern.

Weitere Beispiele finden hier auf diesen Seiten auch auf diesen Seiten:

Kölnradler

Ein besonders schönes Beispiel für den Zustand Kölner Radwege, die dadurch nicht mehr benutzungspflichtig sind, finden Sie hier:

Radgefahren

Fahrradschutzstreifen = Parkfläche

3 Kommentare

  1. siggi

    An der Stelle zum Parkhaus in den Rheinauhafen steht auf dem fahrbahnbegleitenden Radweg das Zeichen 205 (Vorfahrt gewähren). Da der Radweg fahrbahnbegleitend ist gelten auch alle Zeichen dort für die begleitende Fahrbahn. Wieso also sollen nun, durch dieses Zeichen Fahrzeuge, die in den Rheinauhafen wollen, Vorfahrt gegenüber dem Radweg haben? Aus Sicht des Radwegs hat man nur die Vorfahrt der Querstrasse zu beachten.
    Oder gibt es neuerdings ein Zeichen 205 welches nur für Radfahrer gilt? Zumindest in der StVO finde ich nichts darüber.
    Alles andere sind reine Erfindungen der Strassenverkehrsbehörden oder irgendwelche Festlegungen bei Verkehrstagungen. Allerdings wurde dabei vergessen, dass immer noch das gilt was in der StVO steht.

    19. September 2010
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    • Elmar Fischer

      Ich bin kein Verkehrsrechtler und beschreibe, was ich sehe.
      Dort steht nun mal ein Schild „Vorfahrt achten“ und das nehme, ebenso wie wahrscheinlich der Autofahrer, der es sieht, zur Kenntnis.
      Wenn das Schild keine rechtliche Relevanz hat, frage ich mich warum es dort steht. Das würde ja bedeuten, dass Unsicherheiten und mögliche Unfallschwerpunkte geschaffen werden. Warum?

      Hier, auf den Seiten von „Ganz schön kühn“ zeigt direkt das erste Bild die Beschilderung:
      http://blog.simon-kuehn.de/archives/2010/04/24/fahrradbeauftragter-rheinuferstrasse/

      19. September 2010
      |Antworten
  2. siggi

    @Elmar
    Natürlich muss man das Schild beachten.
    So wie es da steht bedeutet es ganz einfach die Querstrasse hat Vorfahrt -Punkt. Sollte es anders sein (z.B. abknickende Vorfahrt) so müsste dies durch ein Zusatzzeichen angezeigt werden.

    Das neuerdings auch der Abbieger neben dem Radweg Vorfahrt hat ist mir neu, finde ich auch nirgends in der StVO.

    19. September 2010
    |Antworten

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