Schöne Ferien!

Sommer

Som­mer

Heute ist der letzte Schul­tag in Nordrhein-Westfalen!
Viele wer­den noch diese Woche in die wohl­ver­dien­ten Ferien star­ten. Andere fah­ren in der zwei­ten Feri­en­hälfte und viele fah­ren auch gar nicht in die Ferien.

Egal was Sie machen: ich  wün­sche Ihnen gute Erho­lung, Muße, Ruhe und viel Zeit für die Dinge des Lebens, die sonst häu­fig auf der Stre­cke bleiben.

Auch ich werde eine Som­mer­pause ein­le­gen und die nächs­ten zwei bis drei Wochen nicht mit gro­ßer Regel­mä­ßig­keit hier schrei­ben — viel­leicht auch gar nicht. ;-)

Wel­che Ver­wir­run­gen sich durch Spra­che erge­ben kön­nen — beson­ders wenn Abkür­zun­gen benutzt wer­den -, mag es die eigene oder eine fremde Spra­che sein, kön­nen Sie unten nach­le­sen. Viel Vergnügen!

Herz­li­che Grüße
Elmar Fischer

Die Wald­ka­pelle!

Die Frau Geheim­rä­tin wünscht ihren Som­mer­auf­ent­halt in der Nähe des Fürs­ten­wal­des zu neh­men. Da sie weiß, dass der Andrang sehr groß ist, fährt sie schon vor der Sai­son hin, um sich ein Zim­mer nach ihrem Geschmack aus­zu­su­chen. Durch den Dorf­schul­zen gelei­tet, fin­det sie ein Zim­mer. Sie mie­tet es für die kom­mende Sai­son und fährt wie­der nach Hause. Dort ange­langt, da fällt ihr ein, dass sie ver­ges­sen hat, nach­zu­fra­gen, ob auch ein WC vor­han­den sei. Sie schreibt also  dem Dorf­schul­zen und bit­tet um Nachricht!

Der Dorf­schulze zer­bricht sich den Kopf, was wohl ein WC sein könnte. Schließ­lich geht er zum Pas­tor des Dor­fes. Der meint, damit sei wohl die neue Wald­ka­pelle gemeint. Strah­lend begibt sich der Dorf­schulze nach Hause in der Mei­nung, die Frage gelöst zu haben und schreibt fol­gen­den Brief an die Frau Geheimrätin:

Sehr geehrte, gnä­dige Frau!

WC ist vor­han­den, liegt inmit­ten eines präch­ti­gen Tan­nen­wäld­chens, etwa eine halbe Stunde vom Hotel ent­fernt. Wegen sei­ner gesun­den Lage sehr zu emp­feh­len.
WC ist geöff­net: mitt­wochs und sonn­abends. Es emp­fiehlt sich wegen des unge­heu­ren Andrangs schon eine halbe Stunde frü­her da zu  sein. Gnä­dige Frau kön­nen jedoch beru­higt sein, da etwa 600 Sitz­plätze vor­han­den sind. Bei schö­nem Wet­ter fin­det die ganze Sache im Freien statt.
Sonn­tags emp­fiehlt sich ein Besuch beson­ders, weil dann die Ver­an­stal­tung mit Orgel­mu­sik vor sich geht. Dem­je­ni­gen, wel­cher kei­nen Sitz­platz erhält, ist Gele­gen­heit gege­ben, sich an die umsei­tige Mauer zu stel­len. Um Ihnen aber einen Vor­zugs­platz zu reser­vie­ren, werde ich den bes­ten für Sie frei­hal­ten!
Auch ist die Akus­tik ganz her­vor­ra­gend und von vie­len Ken­nern schon bewun­dert. Selbst der zar­teste Ton ist in allen Ecken schön zu hören und ver­brei­tet ein tau­send­fa­ches Echo. Ein Gefühl der Andacht über­kommt einen, wenn man in Ehr­furcht seine Knie beugt.
Beim Ver­las­sen die­ser Stätte wer­den Sie das Gefühl gro­ßer Erleich­te­rung haben und jeder Druck wird von Ihnen genom­men sein. für unsere Gäste, für die der Weg zu weit ist, haben wir einen Omni­bus­ver­kehr eingerichtet.

In der Erwar­tung, dass Sie leb­haf­ten Gebrauch davon machen wer­den, zeichnet

Hoch­ach­tungs­voll
Ihr erge­be­ner Dorfschulze!

- Unbe­kann­ter Verfasser -


Links

Die Gra­fik “Som­mer” wurde von Schulbilder.org zur Ver­fü­gung gestellt. Danke!

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