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Stupid Design Award

Gepostet in Fahrrad, Köln, Nachdenkliches, Standpunkt, und wasmirindensinnkommt

Sicherlich findet man in jeder Stadt Orte und Stellen, die sich für einen Stupid Design Award eignen würden. Einige dieser Orte und Stellen sind sicherlich dazu angetan, ein Schmunzeln auszulösen, ob so viel Dummheit oder Gedankenlosigkeit.

Köln ist für diesen Award sicherlich besonders prädestiniert, zumindest immer dann, wenn es um Radfahren in der „Fahrradfreundliche Stadt in Nordrhein-Westfalen“ geht.

Vor kurzer Zeit habe ich noch unter der Überschrift „Herr, lass es Hirn regnen“ über die Aufstellung von Schildern auf der Grenze von Rad- und Gehweg berichtet, die in der Dunkelheit nicht zu sehen sind.
Leider scheine ich ein Kommunikationsproblem mit dem Himmel zu haben, denn es ist kein Hirn vom Himmel gefallen. Zumindest nicht auf die Planer für Aufstellung von Schildern und Absperrungen.

So fand ich heute, nachdem ich länger Zeit dort nicht hergefahren bin, zwischen dem Microsoftgebäude und dem Schoko-Museum neue Absperrungen, die wohl verhindern sollen, dass Autofahrer den Radweg benutzen.

Dies ist auf den ersten Blick sicherlich ein löbliches Unterfangen, auch wenn es von Fehlplanung bei der Anlage des Radweges zeugt, in der Ausführung dann allerdings so umgesetzt, dass Kopfschütteln schon nicht mehr ausreichend ist, sondern der Verstand sich weigert zu glauben, was ihm die Augen zeigen.

Die halbhohen Begrenzungspfähle, die in wunderschönem mausgrau lackiert sind, sind im Radweg aufgestellt worden. Man sieht sie kaum!
Wenn man abends aus nördlicher Richtung kommt und den Radweg gegen die entgegenkommenden und blendenden Autos benutzen muss, so sind diese Pfähle gar nicht mehr zu sehen.

Mir ist zwar nicht ganz klar, welches Verkehrskonzept seitens der Stadt Köln hier verfolgt wird, es ist aber sicherlich kein Konzept, das Radfahren in Köln sicherer macht.

Eher das Gegenteil ist der Fall!

Grundsätzlich zeigt die Stadt Köln aber deutlich, dass das Verkehrskonzept eindeutig auf das Auto ausgerichtet ist.

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Links

Fahrradfreundliche Stadt in Nordrhein-Westfalen

Herr, lass es Hirn regnen!

4 Kommentare

  1. Hast Du mal nachgefragt, ist das auch ein Planungsergebnis des Büros unseres Fahrradbeauftragten? – Immerhin sind die Poller mit den teuren Scotch-Aufklebern ausgestattet, die Kölner Radverkehrsplaner verstehen offensichtlich ihr Handwerk :roll:! Btw. komme ich in Gegenrichtung (Bild 4) hier mit meinem Anhänger nicht vorbei.

    19. Oktober 2010
    |Antworten
  2. Huch,
    linksseitige Freigabe mit hindernissen, so dass keine durchgängige Breite von 2.5m mehr gegeben ist? Und das bei einer Neuanlage?

    Da dürfte selbst ein Kölner Verwaltungsrichter Schwierigkeiten haben das als Vorschriftsgemäß anzuerkennen….

    Hat mal wer ein 326EUR Darlehen über?

    ciao
    Holger

    20. Oktober 2010
    |Antworten
  3. Das könnte ebenso gut in Wien passiert sein. Wir fühlen uns ja gleich verwandt!
    (Denken ist Glückssache – und die meisten Verantwortlichen haben halt Pech.)

    22. Oktober 2010
    |Antworten

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