Verballer die Staatsknete!”

Lot­to­ge­winn?
Nach dem rigo­ro­sen Spar­kurs durch Minis­ter Peer Stein­brück, bei dem Schul­den­ab­bau die oberste Maxime war, scheint im Moment Geld ohne Ende vor­han­den zu sein.
Um Kos­ten zu spa­ren, wird es nicht mal mehr gedruckt, son­dern gleich elek­tro­nisch wei­ter­ge­reicht.
Die Frage ist schein­bar nur noch: Darf‘s ein biss­chen mehr sein?

Haus­halts­kon­so­li­die­rung
Häu­fig wurde die­ser Spar­kurs mit den Las­ten für die fol­gen­den Gene­ra­tio­nen begrün­det. Es wurde gespart auf Teu­fel komm raus und alles gekürzt, was kürz­bar war.

Haus­halts­kon­so­li­die­rung war das Zau­ber­wort, dass bei jeder Aus­gabe als Maß­stab ange­legt wurde. Das war auch rich­tig so, wenn es auch nicht popu­lär war!

Welt­wirt­schafts­krise
Doch plötz­lich kommt eine Welt­wirt­schafts­krise, die sich auf­grund der Glo­ba­li­sie­rung selbst­ver­ständ­lich auch in Deutsch­land auswirkt.

Erst ste­hen einige Ban­ken kurz vor dem Bank­rott und müs­sen durch den Staat gestützt wer­den — aber das war nur der Beginn der Ausgabenflut!

Ret­tungs­ver­su­che oder Wahl­ak­tio­nis­mus?
Kurz vor der Opel-Insolvenz musste auch hier Väter­chen Staat ein­sprin­gen, um Arbeits­plätze zu ret­ten, die eigent­lich gar nicht mehr rett­bar sind.
Denn die Markt­sät­ti­gung mit Pkws ist voll­stän­dig und es fin­det ein Ver­drän­gungs­wett­be­werb statt. Nur wenige Auto­mo­bil­her­stel­ler wer­den über­le­ben.
Neuste Pres­se­in­fos mel­den, dass bei Opel täg­lich 6 Mil­lio­nen Euro Miese gemacht wer­den.
Den Steu­er­zah­ler wird‘s freuen.

Den Rent­nern wird per Gesetz eine Rente zuge­sagt, die nicht mehr gekürzt wer­den kann, gleich­zei­tig ste­hen im Moment Her­tie, Quelle, Arcandor, Por­sche, Schaeff­ler und wie sie alle hei­ßen mit dem Rücken zur Wand. In der Regel sind schwere Manage­ment­feh­ler Ursa­che die­ser Schieflagen.

Ein­griffe sor­gen für Schief­lage
Geld wird ver­spro­chen, und wenn mit dem Ver­lust vie­ler Arbeits­plätze gedroht wird, ziert sich die Poli­tik erst ein wenig wie eine Jung­frau, um dann aber letzt­end­lich genau das zu tun, was sie Jahre lange als ver­werf­lich und falsch ange­pran­gert hat, sie mischt sich ein und stützt einige Fir­men.
Dass andere Fir­men dadurch in Schwie­rig­kei­ten kom­men kön­nen, macht ja nichts. Sind genü­gend Arbeits­plätze vakant, so wird sicher­lich auch dort wie­der das Geld des Steu­er­zah­lers hin­flie­ßen. Ein Teu­fels­kreis beginnt, der nur schwer­lich und unter größ­ten Mühen und Opfern wie­der ver­las­sen wer­den kann.

Geld­druck­ma­schine Mehr­wert­steu­er­er­hö­hung
Die Mehr­wert­steu­er­er­hö­hung wurde schon vom baden-württembergischen Minis­ter­prä­si­den­ten Oet­tin­ger ins Gespräch gebracht. Zwar wurde er zurück gepfif­fen, aber die­ses Spiel­chen ist inzwi­schen bekannt.

Immer das glei­che Spiel­chen  — immer das glei­che Muster

  • Einer wird vor­ge­schickt, der die Idee ausspricht.
  • Dann wird er zurück gepfif­fen und alle zei­gen Entrüstung.
  • Nach­dem einige Zeit ver­gan­gen ist und die Dis­kus­sion immer wie­der in Gang gehal­ten wurde, wird dann irgend­wann die vor­her vehe­ment ver­neinte Steu­er­er­hö­hung beschlossen.

Auch in die­sem Jahr wird das nicht anders sein. War­ten wir die Bun­des­tags­wahl ab, las­sen noch einige Wochen Zeit ver­ge­hen und freuen wir uns schon jetzt auf die Mehrwertsteuererhöhung.

Vor der letz­ten Bun­des­tags­wahl war es ähnlich:
Die CDU wollte eine Mehr­wert­steu­er­er­hö­hung von 2%. Die SPD war dage­gen: “Mit uns nicht!”

  • Das Ergeb­nis: 3 % Mehr­wert­steu­er­er­hö­hung! Wenn das kein Kom­pro­miss war, dann weiß ich es auch nicht.
  • Dies­mal ist der gerin­gere Mehr­wert­steu­er­satz im Gespräch und eine Erhö­hung um 2% von 7% auf 9%.

Dafür hat man sich aller­dings den Steu­er­satz aus­ge­sucht, der auf alle Käufe, die dem Grund­be­darf eines Men­schen zuzu­rech­nen sind, fäl­lig wird.
Es wird als dem­nach Fami­lien mit Kin­dern und natür­lich die Rand­grup­pen unse­rer Gesell­schaft beson­ders hart tref­fen. Aber auch die Mit­tel­schicht und die Leis­tungs­trä­ger unse­rer Gesell­schaft müs­sen den Gür­tel enger schnallen.

Maß­hal­ten? Fehl­an­zeige!
Maß­hal­ten — sollte eigent­lich die Devise sein, aber das scheint in einem Wahl­jahr nicht ange­mes­sen zu sein. Auf ein paar Mil­lio­nen … Mil­li­ar­den … Bil­lio­nen … mehr oder weni­ger kommt es doch nicht an.

Man gönnt sich ja sonst nichts!
Wer mehr gibt, bekommt mehr Wäh­ler­stim­men!
Nach den Wah­len kann man dann den Bür­gern den Gür­tel wie­der enger schnal­len, was auch drin­gend nötig ist, denn bei einer Pro­kopf­ver­schul­dung von 23.000 Euro für jeden Bür­ger der Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land ist das auch drin­gend erfor­der­lich.
Zur Mehr­wert­steu­er­er­hö­hung wird nun auch schon eine Aus­set­zung von Erhö­hung bei der Beam­ten­be­sol­dung ins Gespräch gebracht.
Abwar­ten, wer oder wel­che Gruppe als nächste zum Spa­ren ver­don­nert wird!

Wer trägt die Las­ten?
Denn wenn man die demo­gra­fi­sche Pyra­mide betrach­tet, ist der Gene­ra­tio­nen­ver­trag durch unsere Nach­kom­men schon nicht mehr ein­halt­bar.
Wenn man dann wei­ter­hin berück­sich­tigt, dass viele die­ser Men­schen, die die Las­ten schul­tern sol­len, der Gene­ra­tion von heute angehören,die schon jetzt zum Teil der Unter­stüt­zung durch den Staat bedür­fen, wird schnell klar, dass diese Gruppe dann sicher­lich nicht in der Lage sein wird, den Gene­ra­tio­nen­ver­trag auch nur ansatz­weise zu erfüllen.

Die Initia­tive > Neue Soziale Markt­wirt­schaft // Fan­tas­tic Five — Ver­bal­ler die Staatsknete!

Ver­pul­vern Sie unsere Staats­knete!
Wenn Sie auch mal so rich­tig Steu­er­gel­der ver­pul­vern wol­len, so kön­nen Sie das auch tun.

Die Initia­tive > Neue Soziale Markt­wirt­schaft hat ein Spiel ins Inter­net gestellt, dass genau das Ver­hal­ten unse­rer Poli­ti­ker per­si­fliert.
Pas­send zum Spiel gibt es jede Menge ver­ständ­li­cher Hin­ter­grund­in­for­ma­tio­nen, die zumin­dest zum Nach­den­ken anre­gen und viel­leicht sogar dafür sor­gen, dass den Poli­ti­kern die rich­ti­gen Fra­gen gestellt werden.

Links

Die Initia­tive > Neue Soziale Markt­wirt­schaft
Fan­tas­tic Five — Ver­bal­ler die Staats­knete!
Ohne Umwege erst das Spiel spie­len und dann lesen.

Verwandte Artikel

Tags: , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , ,

One Response to Verballer die Staatsknete!”

  1. Sebastian on 24. September 2009 at 14:34

    Jetzt neu: Unter allen Spie­lern, die bis zum Wahl­tag am 30. Sep­tem­ber kräf­tig Staats­gel­der ver­schleu­dern, ver­lost die Initia­tive Neue Soziale Markt­wirt­schaft (INSM) eine „Dienstwagen-Affäre“: Einen Tag in einer Limou­sine mit Chauf­feur. Neu ist außer­dem, dass nach dem Spiel abge­rech­net wird: Am Schluss wird ange­zeigt, wer die meiste Staats­knete abbe­kom­men hat; Rent­ner, Schu­len, Bau­ern, der Berg­bau, die Auto­in­dus­trie oder die Ban­ken? Jetzt ist der Bür­ger am Drü­cker und ent­schei­det, wofür die Staats­knete ver­bal­lert wird.

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*

Kategorien

Folgen Sie mir.

Wer ist Online

7 Besucher online
7 Gäste, 0 Mitglied(er)