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D’r Rhing erop – d’r Rhing eraf – Den Rhein hinauf – den Rhein hinab

Posted in Fahrrad, Köln, Politik, Polizei, and Verkehr

D’r Rhing erop – d’r Rhing eraf – Den Rhein hinauf – den Rhein hinab
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Heute habe ich mir extra den Wecker gestellt, damit ich kurz einkaufen und dann Fahrrad fahren kann, ohne dass ich mich der großen Hitze aussetzen muss.

Gerade bin ich vom Grüner Weg in die Kölnstr. in Sürth abgebogen um zum Rhein zu fahren, als mich auch schon fast ein älterer Herr beim Ausparken fast vom Rad geholt hätte. Er war so darauf konzentriert den vor ihm parkenden Pkw nicht anzustoßen, dass er alles andere um sich herum nicht bemerkte. Er bemerkte nicht mal, dass ich ihm auswich und einen lauten Brüll von mir gab.
Dann, endlich hatte ich die Sürther Straße überquert und mein Ziel, den Radweg am Rhein fast erreicht.

Nun noch vom Deich auf den tiefer gelegenen Uferweg und schon konnte ich, mein eigenes Tempo schnell findend, Richtung Köln fahren.

Das Sürther Bootshaus, das Krokodil hatte ich schnell passiert und fuhr durch den kühlen Weißer Bogen weiter Richtung Rodenkirchen. Hier merkte man deutlich, wie sehr Bäume und Sträucher die Temperatur senkten, sehr angenehm.
Am Campingplatz vorbei und schon war ich an der kölschen Riviera. Sie wird so genannt, weil hier der Strand aus feinem Sand besteht und wenn man vor sich aufs Wasser schaut, könnte man meinen, dass man am Meer ist. Ein wunderschönes Fleckchen Erde. 
Am Rudenkrichener Kapellchen vorbei und unten am Rhein weiter Richtung Norden. 

Da ich die Rheinuferpromenade nicht gerne fahre – viele Fußgänger, auf die man aufpassen muss – bog ich links Richtung Heumarkt ab. Am Gürzenich vorbei, dann wieder links um dem Radweg dort an der Pipinstr./Cäcilienstr. Richtung Neumarkt zu folgen. 

An der Cäcilienstraße ist eine große Baustelle, denn das Parkhaus, das dort mal stand, gibt es nicht mehr. Damit Radfahrer gut an dieser Baustelle vorbeikommen – der dortige Radweg ist durch die Baustelle nicht mehr befahrbar – weist eine Markierung auf der Fahrbahn den Weg.

Doch, kaum die Nord-Süd-Fahrt überquert, ein Hindernis.
Auf der Radspur standen Pkws. Sch…ade dachte ich, blickte über die Schulter und sah die schnell nahenden Fahrzeuge, die die Spur nutzten, auf die ich nun wechseln musste. Ein gefährlicher Augenblick, der, wie ich bei der Auswertung meines Pulses zu Hause feststellen musste, eine Spitze zeigte, die ein Stück weit über dem normalen Puls lag. 

Schließlich hatte ich es geschafft und was musste ich sehen, als vorderster Wagen stand ein Fahrzeug der Rennleitung da. Auf dem ehemaligen und immer noch rot gekennzeichneten Radweg standen sie mit den Fahrzeugführern.

Parken auf der verlegten Radspur
Parken auf der verlegten Radspur

 

  • Warum bringt die Polizei, dein Freund und Helfer, andere in Gefahr?
  • Warum muss diese Kontrolle oder diese Unfallaufnahme, was immer es auch war, an dieser Stelle so stattfinden?
  • Warum bleiben die Fahrzeuge nicht einfach auf der Fahrbahn/Fahrspur stehen. Der Folgeverkehr wäre problemlos daran vorbei gekommen. Und wenn nicht, wären zumindest die behindert, die solche Störungen verursachen und nicht Radfahrer gefährdet. 

So lange dieses „Fahrbahnfreimachen“ nicht aus den Köpfen verschwunden ist, so lange wird es auch Radwegparker geben. Hauptsache, die Autos kommen ohne Störung vorbei. Wenn sich solches Denken auch im Handeln unserer Polizei dokumentiert, kann man sich denken, wie lange es noch dauern wird, bis der letzte Autofahrer sensibilisiert ist und Radfahrer nicht durch diese Gedankenlosigkeit gefährdet. 

Das ist Alltag in Köln!
Direkt nach der Baustelle stand wieder ein Fahrzeug auf der Radfahrspur. Warnblinkanlage an und der Fahrer stand mit der Kamera da und fotografierte was auf der gegenüberliegenden Straßenseite. Ich möchte hier nicht aufschreiben, was ich ihm zugerufen habe. Es war nicht schmeichelhaft, aber nicht beleidigend.

Über die Schildergasse fuhr ich zurück, an der Mikwe-Baustelle vorbei über den Heumarkt wieder zum Rhein hinunter. 

Dieses Mal fuhr ich nicht direkt am Rhein entlang, sondern oben an der Uferstraße, weil der Radweg dort über eine lange Strecke unter Alleebäumen verläuft und ordentlich Schatten spendete. Kurz bevor ich in Rodenkirchen wieder direkt am Rhein entlang fahren würde, habe ich eine kurze Rast gemacht, um dieses schöne Bild zu genießen. 

Den Rest der Fahrt habe ich wieder durch den Weißer Bogen gemacht. Als ich zu Hause ankam, hatte ich so immerhin 32 km Fahrstrecke hinter mir. Die Fahrt in meinem Rhythmus am Rhein entlang ist fast wie Meditation. Dazu noch die wunderbaren Bilder der Rast im Hinterkopf, zwei Reiher im Wasser, die Kühle und das Konzert der Vögel im Weißer Bogen, die Seele ist wieder vollgetankt.

Rodenkirchener Brücke und Uferweg
Rodenkirchener Brücke und Uferweg
 
Der Rhein stromabwarts
Der Rhein stromabwärts
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