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Ein Fahrrad wird mit Muskelkraft betrieben.

Posted in Fahrrad, Fahrradtour, Köln, Rodenkirchen, and Verkehr

Ein Fahrrad wird mit Muskelkraft betrieben.
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Das ist gesundheitsfördernd und umweltfreundlich. Emissionen gibt es nicht.
Wer von A nach B will und dabei seine Muskelkraft einsetzt, ist bestrebt, die kürzeste Strecke zu fahren. Ausnahmen machen nur besonders schöne und reizvolle Wege abseits der großen Hauptverkehrsstraßen.

Eine solche Strecke gibt es am Rhein von Rodenkirchen Richtung Weiß. Sie führt durch den sogenannten Weißer Bogen, der im Wesentlichen naturbelassen und Überschwemmungsgebiet bei Hochwasser ist. Ich fahre diese Strecke häufig, wenn ich noch weiter in den Kölner Süden möchte, nach Bonn fahre oder einfach mal so, weil es wirklich schön ist.

Mit dem Rad im #Kölner Weißer Bogen. Klick um zu Tweeten

Zwei Wege führen durch den Weißer Bogen.
Einer war mal Radweg, ist aber aufgrund der Beschaffenheit nicht mehr benutzungspflichtig.
Ein zweiter Weg, der im Wesentlichen parallel verläuft, war als Fußgängerweg ausgewiesen. Den Radweg fahren die meisten Radfahrer nicht mehr oder nicht mehr als ein Mal. Schon lange teilen sich den breiten Weg die Fußgänger und Radfahrer, ohne dass es zu Konflikten gekommen ist. Ein leises Klingeln und die Fußgänger treten zur Seite. Beim Vorbeifahren ein deutliches Dankeschön und schon ist das Miteinander hergestellt. Durchaus vorbildlich und nachahmenswert.

Nun ist man auf die Idee gekommen, beide Wege zu sanieren, zu verbreitern und was weiß ich nicht noch alles.

Meines Erachtens vollkommen unnötig, denn der breite Weg ist in Ordnung und weist nur an einigen wenigen Stellen Wurzelaufbrüche auf. Da kenne ich Radwege, die schon seit Jahren wesentlich schlechter aussehen, eine echte Unfallgefahr sind und die nicht saniert werden. Die Verwaltung hat entschieden und was die Verwaltung entscheidet, wird gemacht. Ob diese Entscheidung sinnvoll ist, ist eine andere Frage.

Ab hier geht nichts mehr! Mit dem #Rad im #Kölner Weißer Bogen. Klick um zu Tweeten

Leider musste ich erleben, dass beide Wege durch eine rot-weiß gestreifte Warnbake mit dem entsprechenden Verkehrsschild “Verbot für Kraftfahrzeuge aller Art” über die gesamt Breite gesperrt waren.

Kein Baustellenverkehr, keine Umleitung, kein Hinweis über den Zeitraum der Sperrung, einfach nichts.
Die Sperrung bedeutet, dass man zurück muss. Am Minigolfplatz vorbei, bis kurz vor Beginn der Rheinwiese. Dort kann man dann links in den Weißer Bogen abbiegen, und wenn man sich immer ein wenig links hält, kommt man nach Weiß und kann dann dort wieder zum Rhein hinunter fahren. Gesperrt ist der Weg von Weiß aus ab der Fähre, mit der man nach Zündorf übersetzen kann. Besser bekannt unter dem Namen „Krokodil“.

Ich kann diese Vorgehensweise nicht nachvollziehen. Übertrage ist das auf den Autoverkehr, so ist ein solches Baustellenmanagement undenkbar. Alle Revolverblätter stünden sofort parat und aller Voraussicht nach gäbe es noch einen Brennpunkt in der ARD:

  • Straße für Autofahrer gesperrt.
  • Keine Umleitungsempfehlung.
  • Autofahrer mussten mehrere Kilometer Umweg fahren.
  • Ortsunkundige haben sich verirrt.
  • Megastau war die Folge.
Baustellenmanagement ohne nachzudenken. #Radfahrer #Köln Klick um zu Tweeten

Grundsätzlich ist mir diese Vollsperrung nicht eingängig.
Man könnte den ehemaligen Radweg sanieren und den Fußgänger/Radweg in Betrieb lassen. Ist die Sanierung des ehemaligen Radweges abgeschlossen, diesen freigeben und den anderen Weg sperren und sanieren. Im Grunde die einfachste Art des Baustellenmanagements und die geringste Einschränkung für Fußgänger, Läufer und Radfahrer. Warum das nicht so gemacht wird, wird für immer ein Geheimnis der Verwaltung bleiben, denn ich kann mir nicht vorstellen, dass es dort jemanden gibt, der dieses Vorgehen plausibel erklären kann. Sicherlich hilft es bei der Planung solcher durchaus positiven Vorhaben, das Gehirn einzuschalten.

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