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Lernen tut man überall.

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Lernen wird in der Regel mit Schule verknüpft, denn dort hinein wird man zum Lernen eingeschult.

„Der Ernst des Lebens beginnt!“, so hört man im Vorfeld schon gelegentlich von den Eltern oder Großeltern.

Was ist denn der Ernst des Lebens?

  • Dass man in die Schule gehen muss?
  • Dass man in der Schule lernen muss, was der Lehrer sagt?
  • Dass alle im Gleichschritt lernen, ob sie Lust dazu haben oder auch nicht?
  • Dass man gute Arbeiten schreiben muss, um so die Chance zu haben, aufs Gymnasium gehen zu können.

Wahrscheinlich von allen genannten und weiteren Dingen ein bisschen!

Wenn das aber der Ernst des Lebens ist, was war den in der Zeit vorher mit dem Ernst des Lebens?

Hat man da nicht gelernt?

Doch hat man, und zwar jede Menge und sogar mit viel Freude!

Immer besonders gut und besonders gerne, wenn man wieder etwas Neues kann, sich die Welt wieder ein kleines Stückchen mehr erschlossen hat. Vertrauen fasst, in das eigene Können, in das eigene Lernen, in das eigene Fehlermachen und dem daraus resultierendem lernen.

Lernen ist etwas ganz Individuelles und Persönliches. Es funktioniert immer und überall. Anders ausgedrückt, man kann gar nicht nicht lernen.

Was passieren kann, ist, dass die Lust genommen und Frust gegeben wird. Immer dann, wenn man nicht unterstützt wird beim Lernen, wenn man nicht angenommen wird, weil man Fehler gemacht hat, wenn man gescholten wird, wenn man die erwartete Leistung nicht punktgenau erbracht hat.

Lernen setzt voraus, dass man sich als Lernender angenommen fühlt, in einem sozialen Klima mit anderen lernen kann, das unterstützt und förderlich ist.

Lernen setzt voraus, dass man als Lernender mit einem Problem konfrontiert wird oder sich konfrontiert, dass man lösen möchte, das unter die Haut geht und irgendwie betroffen macht!

Man kennt das von sich selber.

Dinge, die man zum Beispiel aus beruflichen Gründen lernen muss, können sich ziehen wie Kaugummi, wenn man im Grunde genommen keine Lust zum Lernen hat. Diese Dinge werden trotzdem gelernt, aber jede Ablenkung wird mit Freude wahrgenommen und ausgelebt, bis es nicht mehr anders geht und man nun schon zeitlich unter Druck steht.

Anders ist das, wenn man etwas lernen möchte.

In kürzester Zeit hat man sich entsprechende Literatur verschafft, sich mit dem Lerngegenstand beschäftigt und ihn für sich erschlossen.

Am Leichtesten geht das mit Menschen, die das gleiche lernen wollen und man eine Lerngemeinschaft bildet.

Der Mensch ist ein soziales Wesen und Lernen im sozialen Kontext wirkt geradezu unterstützend und beflügelnd. Dabei kann man von den Erfahrungen und dem Wissen der Älteren lernen und durch Erklärungen, die man Jüngeren gibt, die Lösung des eigenen Problems finden.

Gelerntes wird allen Menschen in der Umgebung erzählt, mitgeteilt – ob sie es nun hören wollen oder nicht, und damit gleichzeitig festigt sich das Gelernte auf diese Art und Weise.

Die Fehler, die beim Lernen passiert sind, sind nicht schlimm, denn sie weisen einen anderen Weg, das Problem zu lösen und stärken so wiederum das Selbstvertrauen. Das so erworbene Vertrauen in die eigene Problemlösefähigkeit macht Mut, auch die Probleme in Angriff zu nehmen, an die man sich sonst eventuell nicht herangetraut hätte.

 Lernen tut man überall.

Dies ist die Überschrift, die ich für diesen Artikel gewählt habe. Richtig, ich stimme Ihnen zu, es ist kein schönes Deutsch. Man hätte es auch anders und schöner ausdrücken können.

Gewählt habe ich diese Artikelüberschrift, weil er zu diesem Foto passt:

Lernen tut man überall.
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