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Sinn und Unsinn zum Thema „Noten“

Posted in Übers Lernen, Featured, Nachdenkliches, Schule, and Standpunkt

„Die neue Wut der Eltern“ titelt die Berliner Morgenpost einen Bericht über eine Grundschule, deren Schülerinnen und Schüler aufgrund einer besonders strengen Benotung eine Benachteiligung der Schulwahl der weiterführenden Schule (Oberschule) befürchten.

Begründet wird das damit, dass die weiterführenden Schulen die künftigen Schüler anhand der Noten auswählen würden und bei einer strengeren Benotung die eigenen Kinder ins Hintertreffen kämen.

Grundsätzlich kann ich die Sorge der Eltern nachvollziehen, obwohl die Noten nicht das einzige Auswahlkriterium sein wird. In der Regel wissen die weiterführenden Schulen in der Regel auch, wie die Noten der einzelnen Grundschule oder auch Lehrerinnen und Lehrer einzuschätzen sind.

Was viel besser zutage tritt, ist die Unsinnigkeit von Noten überhaupt. Denn einen Aussagewert haben sie nicht und sind von Lehrer zu Lehrer, von Klasse zu Klasse und von Schule zu Schule nicht vergleichbar.

Objektive Kriterien gibt es nicht und wird es auch nicht geben!

Noten selektieren, wie man an diesem Beispiel sehr gut sehen kann, unterstützen, motivieren und fördern die Kinder nicht, die auch schon mal eine schlechte Note mit nach Hause bringen.

Die Grundlage der Note beruht häufig auf Tests und Klassenarbeiten, deren Zeitpunkt willkürlich gesetzt ist und sich an den Schülern der „Leistungsmitte“ orientieren. Diese erhalten dann passable Noten, gute Schüler bessere Noten und Schüler, die sich in diesem Moment etwas schwer tun, erhalten demotivierende, schlechtere Noten.

Am Ende des Schuljahres steht dann immer das Zeugnis, in dem die Noten die zurückliegenden „Leistungen dokumentieren“ und dann wie in dem Beispiel aus Berlin, zu Protesten der Eltern führen.

Sicherlich wäre es sinnvoll und für die Schüler motivierend, wenn es eine andere Leistungsbewertung, die sich an den individuellen Fähigkeiten und Leistungen eines Schülers orientieren, geben würde.

Dann fiele auch Selektion weg, die durch die Noten gefördert wird und ein Stückchen wäre der Weg in Richtung Inklusion geebnet.

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Berliner Morgenpost – Die neue Wut der Eltern

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