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Stiefkind bei der Stadtreinigung ist eindeutig der Radweg!

Posted in Fahrrad, Fahrradtour, Köln, Nachdenkliches, Politik, Standpunkt, and Verkehr

Radweg unter Laub
Radweg unter Laub

Es gibt zwei Jahreszeiten, die mir besonders gefallen:
Die 1. ist der Frühling, weil die sprießenden Blätter ein außergewöhnliches Grün zeigen und die 2. ist der Herbst.
Den Altweibersommer mag ich wegen der vielen bunten Farben, die die Welt verwandeln und bekanntes und gewohntes verändern. Man schaut noch einmal genauer hin und entdeckt womöglich das ein oder andere Schöne.

Das Fallen des Laubes hat zur Folge, dass dieBlätter auf dem Boden liegen. Das ist normal und im Grund kein Problem. In den Gärten wird das Laub zusammengeharkt, in den Städten mit dem Laubbläser zu großen Haufen geschichtet und irgendwann abtransportiert.

Immer wieder gibt es allerdings eine Ausnahme, das ist der Radweg.

Je nachdem wo man unterwegs ist und der Fahrradweg ungeräumt gelassen wurde, kann man nicht mal die Seitenbegrenzung richtig erkennen. Bisweilen ist eine Spur vorhanden, die verschiede Radfahrer schon herausgefahren haben. Verschiedentlich aber auch nicht. Hinzu kommen andere Hindernisse, die sich unerkannt unter dem Laub befinden können.
Auf dem Fuß- und Radweg im Weißer Bogen im Kölner Süden ist das zum Beispiel häufig Pferdescheiße, die je nach Haufengröße ordentlich abbremsen kann.

Anmerkung am Rande:

Während Hundebesitzer die Hinterlassenschaft ihres vierbeinigen Freundes aufsammeln, mitnehmen und entsorgen, lassen Reiter die Pferdeäpfel ihres Tieres einfach liegen. Daraus kann man schließen:

Wer den meisten Mist hinterlässt, muss sich nicht darum kümmern.

Die Gefahr für Radfahrer wird aber nicht nur durch die Hinterlassenschaften erzeugt, sondern auch durch die vielen Schäden an den Radwegen. Einerseits sieht man die Schlaglöcher nicht, andererseits sind die Unebenheiten durch Wurzelaufbrüche nicht zu erkennen. So wie hier auf dem Radweg an der Weißer Fähre. Bodenwellen unterschiedlicher Höhe und unterschiedlichen Verlaufs folgen in kurzem Abstand und können einen Radfahrer durchaus zu Fall bringen, wenn er flotten Rades unterwegs ist.
Kennt man die Stellen, ist man darauf vorbereitet, hat die Geschwindigkeit reduziert und den Lenker besonders fest im Griff.

Solche Bodenwellen durch Wurzelaufbrüche unter Blättern gibt es an vielen Kölner Radwegen und fordern den Radfahrer sehr. Ist das Laub noch feucht und rutschig, hat man die Königsdisziplin erwischt. Vielleicht ist das aber nur die Einstimmung auf die winterlichen Radwege, die vereist und verschneit sein können und auch dann häufig – im Gegensatz zur Fahrbahn – keine Räumung erfahren.

Deshalb immer daran denken: Ist der Radweg nicht befahrbar, muss er nicht benutzt werden. Das Fahren auf der Fahrbahn ist in diesem Fall automatisch erlaubt!

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Bodenwellen durch Wurzeln unter dem Laub

So schöne Bilder sieht man nicht vom Auto aus. 

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